Mittwoch, 18. Oktober 2017

Herbstfreund

Einen meiner liebsten Herbstfreunde küre ich heute mal zu meinem Liebling.
Ich bin vollkommen unbewandert in der Pilzkunde und muss mich beim Einkaufen von Pilzen auf dem Markt vollkommen auf den Fachmann am Stand verlassen (okay, seine Shiitake, Champignons, Stachelbart, Austernpilze etc. kann ich jetzt natürlich auch unterscheiden...). In Feld, Wald und Flur staune ich immer über die Vielfalt an Pilzen.
Aber einen erkenne ich in jedem Herbst, weiß mittlerweile von seinen Plätzen und suche ihn dort dann immer im Oktober.

In den Bergen war er zwischen Esskastanienbäumen und Birken öfters zu sehen. Mal jung, rasch wachsend und dann auch recht morbide - der Fliegenpilz.
Seit der Kindheit währt unsere Freundschaft. Es ist heute vielleicht auch wieder die Liebe zu den kleinen Dingen....
Und Ihr? Ist er für Euch Glückssymbol, Augenweide, Gift oder habt Ihr ihn gar noch nie entdeckt?




     

Frollein Pfau sammelt mittwochs, was wir so mögen und Ghislana freut sich über Naturblicke.

Dienstag, 17. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober - ein Nachtrag

Am Zwölften dieses Monats verbrachten wir unsere kleine Auszeit im Berghaus und klammerten das Internet weitgehend aus.


1 Während ich noch schlummere, genießt Herr Holunder gemeinsam mit dem Lockenhund den Sonnenaufgang über den Bergen. Gut, dass er meine Kamera dabei hat.


2 Den Regenradar brauche ich dieses Mal nicht, sondern ich vergewissere mich lediglich, dass es weiterhin wolkenlos, sonnig und warm bleibt.


3 Der brave Hund richtet seine Sinne bergabwärts, denn Herrchen ist unterwegs ins Dorf, um Kleinigkeiten aus dem Auto und Brot vom Bäcker zu holen. Bis er wieder da ist, muss halt der Hund hier Wache schieben.


4 Gemeinsam mit Hund und Herrn H. zweites Frühstück im Sonnenschein eingenommen. Mmmh. Müsli mit Khaki.


5 Da wir gesundheitsbedingt (ich) ein Jahr nicht hier waren, ist grobe Gartenarbeit nötig. Da gucke ich gern mal zu.


6 Ansonsten genießen der Hund und ich die Sonne. Gut, dass ich einen Sonnenhut hier habe


7 Ja, hier in den Bergen gehe ich am Stock. Ich kann nicht dreidimensional sehen, da ist das eine gute Hilfe. Außerdem....


8 muss ich heute mal nach der Sichtung der Kreuzotter mit dem Stock klopfend vorgehen. Der Lockenhund hat schier einen Satz rückwärts gemacht.


9 Mittagessen am Steintisch mit Blick auf die Berge.


10 Nachmittags wollen wieder die Maroni gesammelt werden. Was für ein prächtiges Esskastanienjahr dies ist. So viele Kastanien, dick und prall wie lange nicht. Am Ende werden wir 13 Kilo heimnehmen.



11 Den Rest des Tages verdödel ich, lese viel, faulenze, genieße die Sonne.


12 Nach dem Abendessen heizen wir den Kamin an und machen es uns drinnen gemütlich, bis Herr und Hund nochmal rausgehen und den tollen Sternenhimmel in absoluter Stille genießen.


Caro (draußen nur kännchen) sammelt unsere 12ten der Monate.

Montag, 16. Oktober 2017

Eye - Poetry # 10 - die kreative Herausforderung für Oktober / November


In der Hoffnung, dass sich die gestrige Linkliste für die Eye-Poetry # 09 noch eifrig füllen wird, schicke ich die nächste Ausgabe der Eye-Poetry kurz und knapp auf den Weg.
Sehr kurz sogar, den der japanische Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt. Konkret und offen wie sie sind, mag ich Haiku sehr. Den Bezug auf eine  Jahreszeit, die man oft bei ihnen findet, kam mir sehr zupass, denn ich bin doch gerade frisch aus den herbstlichen Bergwäldern gekommen.
Unser Haiku stammt von Fujiwara no Sadaie (bzw.Fujiwara no Taike), 1162 - 1241, einem der bedeutendsten  Dichter Japans   
Das Gedicht lässt bestimmt viel Spielraum für eure inneren Bilder.


Verstreute Blüten
Jagt vor sich her und holt ein
Der jähe Sturmwind

Fujiwara no Sadaie



Am 15. November werde ich  nachfragen, was Euch an interessanten Ideen in den Sinn gekommen ist. Vom 15. November bis zum 14. Dezember habt Ihr dann wieder Zeit zum Verlinken.

Hier noch einmal die Spielregeln:

Eure Möglichkeiten sind weit gefächert, je größer am Ende die Vielfalt, desto interessanter ist es doch.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" -  Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 16. eines Monats stelle ich ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vor.
Wir haben einen Monat Zeit,  einen ganz persönlichen kreativen Weg zu finden, den Text für das Auge umzusetzen, zu interpretieren und in eine neue, eigene Form zu gießen.
Die Form ist frei. Möglich sind z.B.

- Foto, Fotoserie
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation oder Aktion
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes etc. Objekt
- Filmchen
- ...

Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 15. des Folgemonats verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
(Am besten, ihr sucht für das Thumbnail-Image, das dann hier auf dem Blog erscheint, Euer Ergebnis aus).
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrunde liegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder Werbung tragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

Gern dürft Ihr diesen Button mit auf Euren Blog nehmen:


Viel Spaß! Wir treffen uns mit unseren Ergebnissen dann hier am 15. November.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Eye - Poetry # 09 - Zeigt doch mal her!


Es ist soweit, am 15. des Monats startet wieder die Linkparty!

Die ganze Woche über (und tatsächlich bis heute Abend) bin ich auf Reisen gewesen. Deshalb musste ich mich vorher sputen, meinen Beitrag zur diesmaligen Eye-Poetry fertigzustellen (und panikartig schnell noch kurz vor der Abreise fotografieren...).
Schließlich wollte ich bei der # 09 wieder pünktlich zur Stelle sein.   

Mein Lieblingsgedicht von Yeats hat Euch hoffentlich mit reichlich Inspirationen versorgt.


Er wünscht sich die Kleider des Himmels

Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher,
bestickt aus Golden- und aus Silberlicht,
die dunklen, die blauen und die hellen Tücher,
aus Nacht, aus Tag und aus der Dämmerung,
legt ich die Tücher dir zu Füßen.
Doch ich bin arm und habe nichts als Träume,
so leg ich meine Träume dir zu Füßen.
Tritt leise, denn du trittst auf meine Träume.

He wishes for the Clothes of Heaven

Had I the heaven's embroidered cloths,
Enwrought with golden and silver light,
The blue and the dim and the dark cloths
Of night and light and the half-light;
I would spread the cloths under your feet:
But I, being poor, have only my dreams:
I have spread my dreams under your feet;
Tread softly because you tread on my dreams

William Butler Yeats  



Beim Lesen von Yeats' Gedicht, hatte ich dunkelblaue, samtene Stoffe mit Bahnen von Sternen vor  Augen. Da war der Weg nicht mehr weit, das Projekt wieder mit dem Nähen zu verbinden.



Idee: Ein feinschwingendes Gewand, weich, schmeichelnd, bestickt mit Sternen in Gold- und Silbertönen. Der Traum als stilles Bild, das Himmel und Meer zu Einem zusammenfließen lässt, darauf segelnd eine Traumbarke.

Material: Nickistoff in Dunkel- Mittel- und Hellblau, Nicki- und Seidenstoffreste, ein Schnitt aus einer älteren Ottobre


Die mittelblauen Saumabschlüsse sind mit mäandrierenden Sternenbahnen bestickt. Das Traumbild wurde appliziert.

So werden die "reichbestickten Tücher" in Himmelsfarben zusammen mit dem Traumbild zu einem einzigen Gewand verflochten.
Das kleine Mädchen braucht nun auch nicht auf die Träume zu treten, sondern kann einfach in sie hineinschlüpfen, sich drehen, schwingen, tanzen....



Beim Schiff habe ich mich von den Barken inspirieren lassen, die ich im Lissabonner Schifffahrtsmuseum gesehen hatte.





Jetzt bin ich sehr gespannt und neugierig, welche inneren Bilder Euch bei Yeats' Gedicht gekommen sind.
Zum ersten Mal kann ich nicht austesten, ob die Verlinkung klappt. 
Deshalb: falls Ihr Probleme beim Verlinken haben solltet, schreibt bitte den Link in Euren Kommentar, ich bastele falls nötig, nach meiner Rückkehr daran...

Zusätzlich werde ich hier noch einmal die TeilnehmerInnen mit Namen und gleichzeitiger Verlinkung zum Anklicken aufführen: Danke an Maren (Wüstenkinder)Pia (Pias Blog(,  Elke (Meerwolkenleben), Bianca (Biancas Gartentagebuch), Birgitt (Erfreulichkeiten), Andrea (Fearless Creativity), Eva (Rund um Ludwigsburg),  Susanne (Nahtlust)

Nun aber los! Und: Ihr habt bis zum 14. November Zeit, Euch hier einzutragen!